Weg von hier
Viel zu hoch ist der Berg, vor dem ich stehe,
viel zu tief ist der See, in dem ich schwimm,
viel zu weit ist der Weg, den ich gehe,
viel zu selten ist es, dass ich glücklich bin.
Viel zu gut schmeckt die zehnte Zigarette,
viel zu schwer liegt die Zunge mir im Mund,
viel zu viel ist es, was ich gerne hätte,
auch der Mond ist wieder viel zu rund.
Ich will weg von hier, doch wohin?
Da, wo ich alleine bin.
Nicht ganz allein, vielleicht zu zweit,
doch weg von hier, ist viel zu weit.
Viel zu lang sind Minuten, die ich warte,
viel zu kurz ist die Zeit, die man sich nimmt,
viel zu schön war die Freundin, die ich hatte,
viel zu oft träum ich nur so vor mich hin.
Ich will weg von hier, doch wohin?
da, wo ich alleine bin.
Nicht ganz allein, vielleicht zu zweit,
nur weg von hier.
Viel zu weich ist das Bett, in dem ich schlafe,
viel zu hart sind die Träume, die ich hab,
viel zu klein sind die Dinge, die ich schaffe,
viel zu groß sind die Häuser meiner Stadt.
Ich will weg von hier, doch wohin?
Da, wo ich alleine bin.
Nicht ganz allein, vielleicht zu zweit,
nur weg von hier.
Ganz Schön Feist
Nur um den Fluchtgedanken einmal aufzugreifen. Ich kann ihn nur allzu gut nachvollziehen.
Die Klausurphase ist bald vorbei. Um genau zu sein übermorgen. Fünf Klausuren, in nicht einmal zwei Wochen. Schon irgendwie Wahnsinn, wenn man mich fragt. Aber mich fragt ja zum Glück keiner.
Was bleibt? Das Gefühl die Englischklausur heute morgen ziemlich in den Sand gesetzt zu haben. Und die Überdrüssigkeit von Gesellschaft. Lerngruppen, ein leider nötiges Übel. Alleine, soviel Selbsteinsicht besitze ich, würde ich den Arsch sowieso nicht hochbekommen. Sieht man immer mal wieder an den Informatikklausuren. Da habe ich nämlich niemanden, der mit mir lernt.
In Deutsch durften wir uns schon wieder eine Lektüre anschaffen. Den Vorleser. Soll ja gar nicht so schlecht sein. Mich hat auch schon der erste Satz vollends gefesselt.
Als ich fünfzehn war, hatte ich Gelbsucht.
Ich weiß nicht warum, aber irgendwie hat der Satz mich fasziniert.
Eine weitere Feststellung die ich heute treffen durfte, ist, dass SoWi-Lernen auf Dauer auch ein bisschen kaputt im Kopf macht. Aber vielleicht liegt das nur daran, dass man Ina und mich nicht länger in einen Raum stecken sollte, weil dabei nur in den seltensten Fällen etwas sinnvolles hinraus kommt.
viel zu tief ist der See, in dem ich schwimm,
viel zu weit ist der Weg, den ich gehe,
viel zu selten ist es, dass ich glücklich bin.
Viel zu gut schmeckt die zehnte Zigarette,
viel zu schwer liegt die Zunge mir im Mund,
viel zu viel ist es, was ich gerne hätte,
auch der Mond ist wieder viel zu rund.
Ich will weg von hier, doch wohin?
Da, wo ich alleine bin.
Nicht ganz allein, vielleicht zu zweit,
doch weg von hier, ist viel zu weit.
Viel zu lang sind Minuten, die ich warte,
viel zu kurz ist die Zeit, die man sich nimmt,
viel zu schön war die Freundin, die ich hatte,
viel zu oft träum ich nur so vor mich hin.
Ich will weg von hier, doch wohin?
da, wo ich alleine bin.
Nicht ganz allein, vielleicht zu zweit,
nur weg von hier.
Viel zu weich ist das Bett, in dem ich schlafe,
viel zu hart sind die Träume, die ich hab,
viel zu klein sind die Dinge, die ich schaffe,
viel zu groß sind die Häuser meiner Stadt.
Ich will weg von hier, doch wohin?
Da, wo ich alleine bin.
Nicht ganz allein, vielleicht zu zweit,
nur weg von hier.
Ganz Schön Feist
Nur um den Fluchtgedanken einmal aufzugreifen. Ich kann ihn nur allzu gut nachvollziehen.
Die Klausurphase ist bald vorbei. Um genau zu sein übermorgen. Fünf Klausuren, in nicht einmal zwei Wochen. Schon irgendwie Wahnsinn, wenn man mich fragt. Aber mich fragt ja zum Glück keiner.
Was bleibt? Das Gefühl die Englischklausur heute morgen ziemlich in den Sand gesetzt zu haben. Und die Überdrüssigkeit von Gesellschaft. Lerngruppen, ein leider nötiges Übel. Alleine, soviel Selbsteinsicht besitze ich, würde ich den Arsch sowieso nicht hochbekommen. Sieht man immer mal wieder an den Informatikklausuren. Da habe ich nämlich niemanden, der mit mir lernt.
In Deutsch durften wir uns schon wieder eine Lektüre anschaffen. Den Vorleser. Soll ja gar nicht so schlecht sein. Mich hat auch schon der erste Satz vollends gefesselt.
Als ich fünfzehn war, hatte ich Gelbsucht.
Ich weiß nicht warum, aber irgendwie hat der Satz mich fasziniert.
Eine weitere Feststellung die ich heute treffen durfte, ist, dass SoWi-Lernen auf Dauer auch ein bisschen kaputt im Kopf macht. Aber vielleicht liegt das nur daran, dass man Ina und mich nicht länger in einen Raum stecken sollte, weil dabei nur in den seltensten Fällen etwas sinnvolles hinraus kommt.
night shadow - 3. Sep, 19:11
Gut, der zweite Teil ist teilweise nen bisschen monoton, aber die Thematik und wie das verarbeitet wurde, sind echt wirklich imposant..
Erinnert so ein bisschen an "Die Welle" von Morton Rhue.. weiß nicht, ob du das kennst, aber das is auch recht spannend..
Na ja.. auf jeden Fall besser als der olle Werther ;)
Und ja, der Vorleser liest sich wirklich gut! Hab nur drei Stunden oder vier gebraucht, in einem Rutsch. Keine typische Schullektüre..
Ich wünsch dir was... !