Randnotizen
Hört das mit dem "Balkon gegenüber" eigentlich auch irgendwann wieder auf? Wieso fällt es mir in diesem speziellen Fall so unglaublich schwer Verständnis aufzubringen?
Wieso tun Komplimente wie "An das ungewöhnlich häufige sehen könnte ich mich gewöhnen" eigentlich so unglaublich gut (zumal ich mir nicht hundertprozentig sicher bin, wie ernst das gemeint war)?
Wieso trinke ich im Moment so viel Alkohol und wieso komme ich nicht mehr dazu all die furchtbar wichtigen Begebenheiten aus meinem Leben zu bloggen?
Aber für alle die es interessiert: Momentan ist mein Leben unglaublich bunt und so voller Menschen, dass ich mich manchmal frage, wie ich jemals wieder zu dem menschenscheuen Eigenbrödler werden soll, der ich einmal war.
night shadow - 31. Jul, 03:50
Und einmal mehr ist da dieses "Balkon gegenüber"-Feeling.
Und viel Glück heute Nacht und in den nächsten Tagen
und ich Vollidiot hab' dir hier gar nichts zu sagen
Kettcar
Ich hasse es andere Leute leiden zu sehen. Und es ist wirklich seltsam, wenn man es nicht einmal nachvollziehen kann.
Eigentlich fehlen mir in letzter Zeit auch immer öfter die Worte. Und auch gerade gehen sie mir schon wieder aus.
Ich könnte mich über Ikea-Besuche und seltsame, unhöfliche Sicherheitstypis auslassen.
Oder darüber wie furchtbar Sommertage und wie toll die dazugehörigen Abende sein können.
Oder darüber, dass ich langsam glaube, dass mich mein Vermieter verarschen will.
Oder ...
night shadow - 2. Jul, 00:32
Die Frage des Tages: Wie schafft man es so in ein parkendes Auto zu fahren, dass es anschließend einen Totalschaden hat?
Und wieso musste es ausgerechnet "mein" Honda Civic sein? Was macht mein Bruder jetzt eigentlich ohne Auto? Wird das Geld von der Versicherung für ein neues Auto reichen?
Und zwischen all den Fragen auch ein paar dankbare Gedanken: Zum Glück saß niemand in dem Auto. Zum Glück war die Unfallfahrerin zu sozial, um Fahrerflucht zu begehen (wie haben die Hausbewohner wohl geguckt, als es morgens um halb 6 an der Tür geklingelt hat?).
night shadow - 17. Jun, 23:55
Manche Dinge sind wirklich seltsam, um nicht zu sagen mysteriös.
Da geht man nichts böses ahnend zu seiner Spüle, um das Geschirr zu spülen und da entdeckt man auf einmal neben einem der Stühle einen Plastikball mit einem Hasen drauf.
Wo kommt dieser Ball her? Ich wohne hier alleine und niemand besitzt den Schlüssel zu meiner Wohnung (die im übrigen von innen verriegelt ist).
Das Fenster? Aber welches Kind schafft es einen Ball durch ein Fenster im ersten Stock zu werfen? Noch dazu lag der Ball auf der vom Fenster abgewandten Seite. Außerdem war ich den ganzen Tag hier. Eigentlich hätte ich es doch merken müssen, wenn jemand einen Ball in meine Wohnung wirft oder?
Vielleicht hätte ich dieses Buch über Quantenphysik, Paralleluniversen und Zeitreisen nicht lesen sollen. Nicht, dass ich an so etwas glaube, aber irgendeine Erklärung muss es für diesen Ball doch geben oder?
Und jenseits von diesen Fragen: Was tue ich denn jetzt mit diesem Ball?
night shadow - 16. Jun, 22:40
Irgendwie schon irre, wenn einem der neue Schlaptop erzählt, dass der Akku schwach ist und einem trotzdem - bei Höchstleistung! - noch 45 Minuten Zeit bleiben ...
Wahnsinn, der Bildschirm flackert nicht und der Lüfter läuft auch nicht ununterbrochen (und wenn dann doch recht leise). Ach ja, und die S-Taste klappt auch nicht mehr so lustig raus.
Mir graut es nur vor dem Moment, an dem ich das nächste Mal auf meinen Kontostand gucken werde.
night shadow - 13. Jun, 01:33
Geburtstagsfeier im ganz kleinen Kreis. Nur wir und die Großeltern väterlicherseits. Mehr oder minder gelöste Stimmung. Und da war es wieder: "Und natürlich besuchen wir deinen Vater morgen zum Geburtstag. Auf dem Friedhof."
Nach wie vor der Stimmungsdämpfer Nummer 1. Schweigen.
Dann reißt Opa irgendeinen Witz über Gräber und Wacholder. Niemand lacht, aber eigentlich sind alle dankbar.
Wieso hinterlässt so etwas im Nachhinein so einen schalen Nachgeschmack?
Vergessen funktioniert nicht, was auch ganz gut ist. Aber muss das wirklich jedes Jahr wieder sein?
night shadow - 13. Feb, 03:03
Manchmal frage ich mich schon, ob es man in den Schulungen von Callcentern lernt zehn Sätze aneinander zu reihen, ohne Luft zu holen. Und ob es nicht frustrierend ist, wenn man wieder fünf Minuten seines Tages verschwendet hat jemanden vollzublubbern, der gar nichts kaufen will.
Auch wenn das vermutlich niemand dieser Menschen lesen wird: Nein, ich brauche keine Internet-Flatrate für mein Handy. Nein, ich möchte keinen 200-Euro-Reisegutschein, wenn ich dafür in einem kostenlosen Katalog etwas für mindestens 39 Euro bestellen muss. Nein, ich möchte die FAZ immer noch nicht abonnieren. Eigentlich möchte ich gar nichts, was jemand versucht mir am Telefon aufzuschwatzen.
Aber trotzdem danke.
night shadow - 28. Jan, 22:58
Eigentlich bin ich niemand, der viel Wert auf seine Träume legt.
Aber manchmal gibt es so Tage, an denen ein Traum nachhallt, Dinge in ein anderes Licht rückt und Erinnerungen hervorzerrt, die doch lieber im Verborgenen geblieben wären. Ganz egal wie unrealistisch oder seltsam der Traum war.
Bei manchen Menschen wäre es wirklich gut, wenn man sie endlich vergessen könnte. Aber leider ist das Gedächnis etwas, das sich wie so viele Dinge nicht meinem Willen beugen will.
night shadow - 16. Jan, 23:31
"Wir haben aktuell 12 Minuten Verspätung wegen erhöhter Streckenauslastung."
Das die Bahn seltsam ist, brauche ich wohl niemandem mehr erzählen. Aber ganz ehrlich: Die schnucklige RB 72 ist mir lieber als der doofe RE 6. Bei der RB weiß man nämlich wo dran man ist und man kriegt immer einen Sitzplatz. Das sieht in dem RE ganz anders aus.
Weitere Erkenntnisse: Männer sind Flaschen. Zumindest wenn es darum geht Weihnachtsgeschenke zu suchen und zu finden. Oder darum Frauen klar zu machen, dass da nicht mehr ist, als Freundschaft. Irgendwie gut festzustellen, dass man nach all der Zeit über Dinge witzeln kann, die einmal sehr weh getan haben, ohne das ein bitterer Nachgeschmack bleibt.
Und Herford ist doch eine Hansestadt! Zumindest eine ehemalige. Das heißt ich hatte all die Jahre Recht und das schafft doch irgendwie Befriedigung.
night shadow - 22. Dez, 20:07
Vielleicht ist der Satz: "Egal, Hauptsache es sieht noch gut aus." nicht die richtige Antwort auf die Frage des Friseurs, wie kurz er die Haare denn schneiden darf.
Ich glaube so kurz waren die Haare tatsächlich noch nie. Aber so pflegeleicht auch nicht. Zwei Minuten den Fön reinhalten und gut ist. Kommt sowohl meiner Faulheit, als auch meinem Ungeschick in derlei Sachen sehr entgegen.
Ob ich das jetzt allerdings wirklich gut finde, weiß ich noch nicht. Auf jeden Fall ist es ungewohnt.
night shadow - 3. Okt, 01:01