Dienstag, 16. Mai 2006

Planlos

Mal sehn, ob es mir heute mal gelingt, dass was mir so im Kopf herumschwirrt auch zu Papier zu bringen.

Mir kam heute zum wiederholten Male die Frage, ob das was ich im Moment tue wirklich das ist was ich will. Nein, das was ich will ist es sicher nicht. Es ist wohl eher notwendig. Zum einen ist man - angeblich - heutzutage ohne vernünftigen Schulabschluss gar nichts mehr, auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr konkurrierfähig, kriegt also keinen vernünftigen Job und geht zwangsläufig irgendwann vor die Hunde. Und für immer auf die Kosten von Muttern oder Vater Staat leben? Nein, danke! Zum anderen sehe ich momentan aber auch einfach keine andere Alternative, als weiterhin zur Schule zu gehen. Ausbildungsplatz suchen? Zu spät für dieses Jahr, die Wahrscheinlichkeit, dass sich etwas finden lässt ist auch eher gering und was vermutlich das Entscheidende ist: Ich müsste erstmal wissen, zu was ich mich denn ausbilden lassen möchte.

Aber warum gelingt es mir nicht, mich in das Unabänderliche zu fügen? Warum kann ich nicht akzeptieren, dass ich noch mindestens die nächsten zwei Jahre Tag für Tag um 8 aufstehen und mich in die Schule bewegen muss? Das ich weiterhin Klausuren schreiben muss, weiterhin Hausaufgaben machen muss, weiterhin den selben, größtenteils ungeliebten Gesichtern täglich ansichtig werde?
Und woher kommt dieser Pessimismus, dass ich Fächer wie Englisch, Mathe und Bio niemals packen werde? Ich müsste mich doch einfach nur regelmäßig auf den Hosenboden setzen und was für meine Noten tun. Warum gelingt mir das nicht? Warum ist der innere Schweinehund mal wieder stärker? Warum flüstert er im Hintergrund immer leise "Wozu denn, wirst du hinterher nie wieder brauchen, kommst auch irgendwie so durch!"?

Und was vielleicht noch viel entscheidender ist: Was kommt hinterher? Was mache ich, selbst wenn ich irgendwann mein Abi in der Tasche haben sollte? Studieren gehen? Obwohl ich doch genau weiß, dass ich zum pauken einfach zu faul bin und dass an der Uni eben kein Lehrer mehr da ist, der mir im Falle eines Falles mal in den Hintern tritt oder mir unter die Arme greift. Und überhaupt: Was würde ich studieren wollen? Was ist mit Studiengebühren?
Und Ausbildung? Da wird sich auch in zwei Jahren wohl noch genau das gleiche Problem wie heute stellen. Zu was soll ich mich überhaupt ausbilden lassen? Wie und wo finde ich einen Ausbildungsplatz? Und was kann ich überhaupt schaffen, wenn die Faulheit doch immer die Oberhand hat irgendwie? Vielleicht sollte ich mir doch einfach öfter "selber in den Pupper treten", wie meine Englischlehrerin es immer so schön formuliert. Aber wie genau stelle ich das an?

Vielleicht sollte ich mir auch einfach mal einen allwissenden Menschen suchen, der Antworten auf all meine ungelösten Fragen weiß ... aber wo finde ich so jemanden?

Und irgendwie klingt das alles mal wieder so ... weiß auch nicht ... banal. Das trifft auch alles irgendwie noch nicht den Kern des Problems. Fakt ist einfach, dass mir noch nicht ganz klar ist, was ich mit meinem Leben anfangen soll und das sich diese Frage nicht mehr lange, so wie bisher, verdrängen lassen wird Zwei Jahre können verdammt schnell vorbei sein ...

HG

Dreh dich um,
dreh dich um.
Vergiß deine Schuld, dein Vakuum.
Wende den Wind, bis er dich bringt
weit zum Meer.
Du weißt, wohin.

...

Der Trend geht zum Zweit­blog.

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