Dienstag, 29. August 2006

vanitas

Einer dieser Tage, an denen einem schlagartig, ohne greifbaren Grund, bewusst wird, dass die Zeit vergeht. Manchmal kaum merklich, manchmal aber auch in einem Tempo, dass einem ganz schwummerig werden kann.
Eigentlich bin ich mir gerade gar nicht so sicher, was ich sagen will. Vielleicht, dass alles im Wandel ist und sich alles alt bekannte, geliebte langsam aber sicher vor meinen Augen zersetzt. Das beste Beispiel sind wohl meine Großeltern väterlicherseits. Beide Anfang/Mitte 70 und wohl doch nicht mehr so rüstig, wie ich es mir gerne einbilden würde. Beide schon diverse Krankenhausaufhalte hinter sich und auch wenn es nur um Ersatzteile ging, auch deren Ende ist endlich.
Alte Freunde treten immer mehr an den Rand meines Lebens, ja sind teilweise fast schon gänzlich verschwunden und was die Sache vielleicht noch trauriger macht: Bis auf eine oder zwei Ausnahmen kann ich nicht einmal behaupten, dass es mir leid darum tut. Eher im Gegenteil. Man hat zwar ein paar lustige Sachen miteinander erlebt, aber am Ende war die gemeinsame Basis einfach nicht mehr da. Hat sich irgendwie aufgelöst und scheint auch unwiderbringlich verschwunden zu sein.
Und wie wird das dann nach dem Abi? Die meisten Leute in der Schule gehen mir zwar furchtbar auf den Nerv, aber eine handvoll Leute da sind mir schon ans Herz gewachsen. Was ist, wenn die Schule nicht mehr da ist, um zu verbinden? Werde ich auch dort kläglich dran scheitern Kontakt zu halten?

Aber hatte ich nicht vor einer Weile mal etwas davon geschrieben endlich erwachsen zu werden und mich damit abzufinden, dass alles vergänglich ist und nichts auf Dauer Bestand hat? Oder macht es Sinn, sich an den Dingen festzuhalten, die Halt versprechen und unveränderbar scheinen? Aber was ist, wenn auch die Dinge, die lange Jahre Halt versprochen haben, plötzlich wegbrechen? Woran kann man sich heutzutage überhaupt noch festhalten? Wäre es nicht einfacher autonom zu leben und sich nicht an anderen festzuklammern und zu beten, dass er nicht nur sich selbst sondern auch noch mich halten kann? Wer hat denn die Kraft dazu zwei Menschen zu halten? Und wer will das überhaupt?
Mal wieder ein paar zu viele ungelöste Fragen für meinen Geschmack.

Der Preis des Leben

Deutscher Stahl, kalt und hart.
Ein tiefer Schnitt durch Haut - so zart.
Ein Schnitt wie durch Butter.
durchtrennte Venen,
das Ringen nach Luft,
ein letztes Flehen.

Ich hör' dich sagen, du kannst nicht mehr.
Du wünscht dir deinen Tod so sehr.
Ich bin nicht gesegnet, ich bin nicht gnädig.
Ich habe einen Job - und der wird erledigt.

Der Preis des Lebens ist der Tod,
deshalb hab' ich dich geholt.
Du lebst für mich
und jetzt nehm' ich dich
in meine Arme, in meine Arme.

Ich mache keinen Unterschied zwischen Jung und Alt,
ob du arm oder reich bist läßt mich kalt.
Ich heiße euch alle willkommen, ich liebe wirklich jeden.
Alles, was ich will ist euer Leben.

Eine silberne Kugel frißt sich ein Loch in dein Herz.
Viel zu schnell, du spürst nicht mal den Schmerz.
Deinen Tod vor Augen bahnt sie sich ihren Weg:
Unaufhaltsam
Unentwegt

Böhse Onkelz


Mal wieder eines dieser Lieder, die sich ohne erkennbaren Grund einfach festsetzen und auch erstmal nicht mehr raus wollen (btw. im Blog posten hilft lustigerweise meistens. Dann sind sie meistens innerhalb von einem Tag wieder aus dem Kopf ;)).

HG

Dreh dich um,
dreh dich um.
Vergiß deine Schuld, dein Vakuum.
Wende den Wind, bis er dich bringt
weit zum Meer.
Du weißt, wohin.

...

Der Trend geht zum Zweit­blog.

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