Samstag, 19. Mai 2007

Einmal mehr über das Bloggen

Ich denke, dass ich mir einmal selbst zu meiner Gabe der Abstraktion gratulieren muss. Einen Teil des Abends mit der Lektüre des eigenen Blogs verbracht und ich muss ehrlich zugeben, dass ich bei manchen Einträgen nicht den leistesten Schimmer mehr habe, was ich damals gemeint habe.
Aber vermutlich waren das dann die Dinge, die eher weniger bedeutungsvoll waren. Allerdings sind es gerade die Kleinigkeiten, über die man sich ärgert. Also darüber, dass man sie vergessen hat. Aber was solls.

Erstaunlich, was so ein Blick in die nahe Vergangenheit doch für eine Fülle an Gefühlen bietet. Hin und wieder ein amüsiertes Schmunzeln auf den Lippen, aber manchmal auch eine Träne im Augenwinkel. Und das wundert mich schon ein wenig. Oder auch nicht. Zwar ist die zeitliche Distanz zu den meisten Dingen nicht zu übersehen, aber es sind im letzten Jahr tatsächlich Dinge geschehen, die meinen Glauben in seinen Grundfesten erschüttert haben und die radikales Umdenken erfordert haben.
Das klingt nun wieder furchtbar pathetisch, aber es ist nun einmal so. Reicht ein Jahr aus, um einen Menschen vollständig umzukrempeln? Ich weiß es nicht. Ich war zwar hin und wieder der Meinung, dass ich keine Ahnung mehr hätte, wer ich bin, aber das stimmt wohl doch nicht. Ich bin noch der gleiche - oder zumindest ein ähnlicher - Mensch wie früher.

Bloggen ist zwar nicht mehr das, was es mal war, nicht mehr das Ventil für überschwängliche Gefühlsausbrüche, der Katalysator für Melancholie-Anflüge, aber nichtsdestotrotz faszinierend es mal wieder nachzulesen, was einen zu bestimmten Zeiten bewegt oder berührt hat.
Vielleicht doch so etwas wie ein Tagebuch. Obwohl es wohl etwas gänzlich anderes oder besseres ist. Ich bin mir nämlich fast sicher, dass ich ein Tagebuch nach spätestens einer Woche aufgegeben hätte. Aber hier hat man den Anreiz sich anderen Menschen mitzuteilen und das gibt oft einen nicht zu verachtenden Motivationschub.

Das mag jetzt alles mal wieder ein wenig wirr und sinnlos klingen, aber hin und wieder ist es vielleicht gar nicht mal verkehrt das zu reflektieren, was man tut. Oder getan hat. Wie auch immer.
Und vielleicht ist es auch einmal an der Zeit all den Lesern und Kommentierenden Danke zu sagen. Danke dafür, dass ihr an meinem Leben teilnehmt und mich desöfteren an eurer Weisheit teilhaben lasst.

HG

Dreh dich um,
dreh dich um.
Vergiß deine Schuld, dein Vakuum.
Wende den Wind, bis er dich bringt
weit zum Meer.
Du weißt, wohin.

...

Der Trend geht zum Zweit­blog.

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