Montag, 5. November 2007

Festgerannt

Bilder im Kopf, zu schwach belichtet
lange schon kein Land gesichtet
Viel geredet, nichts gesagt
Viel versucht und nichts gewagt
hast dir selbst so furchtbar leid getan
auch dein Spiegel schaut dich traurig an
Jedes böse Wort ein Tritt
jeder böse Blick ein scharfer Schnitt
wenn du tief im Boden bist

Festgerannt, ohne Mut, ohne Kraft
Festgerannt, unterlegen
Festgerannt, mit Herz und Verstand
Festgerannt, und trotzdem
nie, nie, nie, nie, nie, nie, nie aufgegeben

Hast dir etwas in den Kopf gesetzt
hast verloren und bist tiefverletzt
und doch suchst du etwas, was dich weiter treibt
kurz bevor die Luft wegbleibt
und du lernst wieder zu strampeln
folgst nur dem Instinkt
Du greifst nach jedem Strohhalm
wer nicht schwimmt, der ertrinkt

Pur


Gedankenfetzen, die durch den Kopf jagen. Vielleicht würden sie sogar Sinn machen. Vorausgesetzt man würde den Sinn suchen.
Es gibt Momente, in denen fühle ich mich paranoid. Solche Momente, in denen man fast jedem böse Absichten unterstellt. Solche Momente häufen sich in letzter Zeit. Aber das passiert wohl bei einem etwas angeknacksten Selbstbild.
Das Gefühl nach Halt zu suchen. Zu tasten und doch nichts zu finden, dass verspricht, dass es mich halten könnte. Vermutlich gibt es Dinge oder Menschen, die das könnten. Vermutlich tuen sie das auch die ganze Zeit und ich merke es nur nicht. Will es nicht merken.
Demotivation. Und sie wächst und wächst und scheint einfach nicht verschwinden zu wollen. Sie macht mir das Leben schwer, mehr denn je (oder das bilde ich mir zumindest ein). Und das nur noch ein paar Tage von der Klausurphase entfernt. Bitter, irgendwie. Und trotzalledem selbstverschuldet.

Und unter all dem die leise, aber dafür umso beharrlichere Gewissheit, dass es doch alles irgendwie weiter geht, weiter gehen muss. Die Hoffnung darauf, dass auch die Demotivation irgendwann weniger wird. Dass ich wieder Halt finde. Dass mein Selbstbild wieder heile wird.

HG

Dreh dich um,
dreh dich um.
Vergiß deine Schuld, dein Vakuum.
Wende den Wind, bis er dich bringt
weit zum Meer.
Du weißt, wohin.

...

Der Trend geht zum Zweit­blog.

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