Sonntag, 2. Juli 2006

Allein vor dem Spiegel

Aus noch nicht ganz geklärten Gründen plötzlich seit gestern dieses Lied im Kopf ...

Sie hat ihm den Brief schon geschrieben,
doch sie traut sich nicht, schickt ihn nicht ab.
Sie weiß, sie kann geben, kann lieben,
doch was ist, wenn auch er sie nicht mag?
Nochmal erträgt sie die Blicke nicht,
die sie durchdringen als wär sie nicht da.
Was hat sie getan, warum straft man sie so?
Und es fehlt nur, dass er lacht!

Sie sieht makellos magere Models
in Hochglanz, die Männer verzückt und verrückt.
Sie träumt sich in Liebesromane,
sinnlich und schön, begehrt und beglückt.
Sie sehnt sich nach Nähe, Geborgenheit,
doch sie scheint nur als Zaungast genehm.
Warum kann sie denn keiner so wie sie ist,
nur mit anderen Augen sehn?
Doch wer glaubt schon, daß Wunder geschehn?

Und sie steht wieder allein vor dem Spiegel,
und sie weint hilflos in sich hinein.
Und sie flucht mutlos,
dann kocht die Wut hoch,
dieses scheiß Leben ist wirklich gemein!

Sie ist nunmal kein Barbie-Püppchen,
ihre Stärken leise verdeckt.
Die tollen, die ganz coolen Typen,
fragen nie, was sie tut, wo sie steckt.
Die Gleichgültigkeit und die Hänselei,
hat sie immer geschluckt, nie verdaut.
Das sie wertlos, und keinesfalls liebenswert sein,
hat sie irgendwann selbst geglaubt
und sich schließlich nichts mehr zugetraut.

Und sie steht wieder allein vor dem Spiegel,
und sie weint hilflos in sich hinein.
Und sie flucht mutlos,
dann kocht die Wut hoch,
dieses scheiß Leben ist wirklich gemein!

Da neulich im Bus, dieser junge Mann,
mit Brille, und nicht so ganz schlank.
Er lächelte nett und er sprach sie an,
sie wies ihn ab, "Nein, vielen Dank".
Vielleicht geht es ihm jetzt wie ihr,
hinter einer verschlossenen Tür?

Und sie steht wieder allein vor dem Spiegel,
und sie weint hilflos in sich hinein.
Und sie flucht mutlos,
dann kocht die Wut hoch,
dieses scheiß Leben ist wirklich gemein!

Pur

Organspende

Vor ein paar Tagen ein längeres Gespräch darüber geführt und beschlossen, dass ich meine Organe im Falle meines frühzeitigen Ablebens spenden werde. Gestern dann eine Broschüre der BZgA samt Organspendeausweis in die Hand gedrückt bekommen, ein bisschen drin gelesen und den Organspendeausweis ausgefüllt.
Eigentlich eine gute Sache, wie ich finde. Mir war gar nicht klar, dass im Falle des eigenen Todes die Angehörigen entscheiden müssen, ob die Organe gespendet werden sollen, wenn man selbst dazu nichts schriftliches hinterlassen hat. Und da ich keinem meiner Verwandten so eine Entscheidungen zumuten möchte und ich keinen Fehler dadrin sehe meine Organe zu spenden, habe ich das Ding dann also mal ausgefüllt.
Mehr Infos auch hier.

Nachtrag: *grml* Die Reaktion meiner Mutter auf die Ankündigung, dass ich jetzt einen Organspendeausweis mit mir führe war wieder klasse: "Na, sowas will ich von dir aber noch nicht hören." Klasse. Danke für die Unterstützung.

HG

Dreh dich um,
dreh dich um.
Vergiß deine Schuld, dein Vakuum.
Wende den Wind, bis er dich bringt
weit zum Meer.
Du weißt, wohin.

...

Der Trend geht zum Zweit­blog.

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