Momentaufnahmen

Donnerstag, 21. September 2006

...

Objektiv betrachtet gibt es mal wieder keinen Grund für meine aktuelle Stimmung: Mich trennen nur noch zwei Schulstunde von dem voll ausgeplanten Wochenende und nur noch eine Woche von den Herbstferien. Zumindest die LK-Klausuren sind durch und es stehen auch nur noch zwei Stück ins Haus. Erste Fahrstunde wie bereits erwähnt halbswegs gut gemeistert und auch einfach im allgemeinen den Eindruck, dass alles bestens läuft.
Und trotzdem kriecht jetzt, wo ich das erste mal seid einer ganzen Weile wieder richtig zur Ruhe komme wieder diese eklige Schwermütigkeit in mir hoch. Sie hüllt mich ein und will mich nicht mehr los lassen und ich verstehe es einfach nicht. Vielleicht habe ich mich mittlerweile so an das mies-drauf-sein gewöhnt, dass es ohne nicht mehr geht.

Donnerstag, 14. September 2006

Geschockt

Gerade einfach nur geschockt. Geschockt von einer Nachricht, die eigentlich vorhersehbar war. Und irgendwie auch gar keine Worte gerade dafür.

Montag, 4. September 2006

Winter-"Depression"

Ich würde nicht wirklich behaupten, dass ich ein Mensch bin, der zu Depressionen neigt. Wäre ja auch schwachsinnig sowas zu behaupten. Ich habe eher den Hang dazu zu bestimmten Gelegenheiten in ... ja, wie definiert man sowas? Nennen wir es einfach mal grübblerische Launen zu verfallen. Die Gelegenheiten sind genauso vielfältig wie auch dämlich.
Eine beliebte Unterart schimpft sich Wochenend-"Depression", die nicht immer, aber oft dann zu schlägt, wenn es ein komplettes Wochenende mal gar nichts zu tun gibt. Und mit gar nichts meine ich gar nichts. Verwandt damit ist die Ferien-"Depression".

Wieder etwas anderes ist die Winter-"Depression" und gerade die ist es, die mir gerade zu schaffen macht. Und genau das gibt mir zu denken. Ich mein, hallo? Wir haben Sommer. Oder Frühherbst. Wie auch immer man das definieren will. Und ich rede hier von Winter-"Depressionen".
Aber genau das ist es. Im Moment hasse ich die Dunkelheit. Es ist dunkel draußen und das gefällt mir gar nicht. Natürlich, im Sommer wird es auch irgendwann dunkel, aber da habe ich dann das Gefühl wenigstens etwas geschafft zu haben. Oder ich kann es mir zumindest einreden. Ich weiß auch nicht so recht. Lässt sich schwer beschreiben. Es ist einfach ein ekliges Gefühl sich nach den langen, hellen Sommerabenden wieder darauf einzustellen, dass es wieder früher dunkel wird. Und mir graut es gerade schon davor, wie das erst im Winter wird, wenn es nicht erst um 9, sondern schon um 4 dunkel wird. Wie darf ich mir das dann donnerstags vorstellen? Ich geh um halb 10, wenn es gerade so hell wird, zur Schule und darf das Gebäude um 4, wenn es schon wieder dunkel wird verlassen. Super. Freu mich schon.

Samstag, 26. August 2006

Wieder mal einen Tag verschenkt

Der Tag hat sich langsam vorbei geschlichen und irgendwie hinterlässt er gerade das schaale Gefühl nichts getan zu haben. Schlafen, Essen, Fernsehen, am Computer vor mich hinvegetieren und dann der bisherige Höhepunkt des Tages: Duschen gehen.
Aber eigentlich ist das ja nichts Schlimmes. Eigentlich im Gegenteil, hin und wieder brauche ich diese "Gammel-Tage" einfach mal, gerade im Moment zum Ausgleich zur Schule. Aber warum geht das dann heute nicht? Vielleicht weil ich genau das auch gestern schon zur Genüge getan habe?
Und warum nicht einfach zum Telefon greifen, irgendwo anrufen und die Leute dazu zwingen mit mir wegzugehen? Ganz einfach: Ich will nicht. Oder zumindest nicht mit den Menschen, die mir hier gerade zur Verfügung stehen. Da müsste ich entweder ein Lachen aufsetzen oder aber langwierige Erklärungen zu etwas abgeben, dass ich selbst nicht ganz verstehe.
Und alles von dem ich im Moment glaube, dass ich es will, das geht nicht. Teils weil es eben einfach nicht geht, teils weil es mir mein Stolz, meine Prinzipien oder irgendetwas anderes verbietet.

Mittwoch, 23. August 2006

Ausgebrannt

Ganz netten Nachmittag verbracht, viel geredet, viel fremde Probleme gewälzt und sich dadurch von den eigenen (ob eingebildet oder nicht sei mal dahin gestellt) abgelenkt worden.
Das wirklich dramatische daran ist nur, dass ohne Ablenkung plötzlich alles wieder da ist. Jetzt wird sich vielleicht mancher fragen was genau denn jetzt "alles" ist. Das wüsste ich selbst gerne. Seit gestern bin ich mal wieder in so einer "Alles-ist-grau-Phase" und das ohne irgendeinen ersichtlichen Grund. Ok, Schule ... zwei Wochen noch bis zur ersten Klausur, aber hey ... sind ja nur acht Klausuren innerhalb von knapp drei Wochen. Führerschein ... ach, Kuppeln, Schalten, Gas geben, Lenken, Bremsen und was weiß ich noch ... alles kein Ding, bin ja so super multitaskingfähig. Und ich hatte ja auch nur 27 bzw. 18 Fehler in den tollen Fragebögen. Und neben dem für besagten acht Klausuren Fahrbögen noch lernen ist ja auch kein Problem. Wetter ist ja auch super und da meine Laune gar nicht wetterabhängig ist, macht das ja auch keine Probleme.
Und was das ganze noch trauriger macht: Irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich momentan mal wieder dazu neige all diese Dinge extrem zu dramatisieren. Alles nichts, was man nicht mit ein bisschen gutem Willen schaffen könnte. Aber stattdessen lieber aus jeder Mücke einen Elefanten machen, ein bisschen mit dem ach so grausamen Schicksal haddern und weiter Trübsal blasen.

Die Sinne schwinden mir,
lassen mich fallen.
Kalte Angst sucht sich meinen Weg.
Zitternd spür ich diese Kälte in mir,
die sich wehrlos in mir dreht.
Viel zu schwach,
die letzte Wärme von dir,
so kraftlos in mir zusammenbricht.

Jedes Wort und jeder Blick,
jeder Atemzug - völlig ausgebrannt.

Kein Wort trifft auf meine Welt,
keine Hand, die meine hält,
keine Augen, die in meine sehn
nur die Bilder, die nie vergehn.
Und niemand hört mich schrein.

Jedes vertraute Gefühl ist mir fremd.
So unnahbar fern,
was mich noch halten kann.
Schweigend such ich meine Schuld in mir,
die mich endlich weinen lässt.

Jede Sehnsucht und jeder Traum
jeder Atemzug - völlig ausgebrannt.

...

Sonntag, 20. August 2006

Konfus

Genau das trifft es gerade: Total konfus. Das Wochenende über zu wenig geschlafen, dafür aber reichlich getrunken. Aber eigentlich ist konfus zu sein im Gegensatz zum Wirr-Sein mal eine nette Abwechslung. Im Gegensatz zum Wirr-Sein, wo sich die Gedanken überschlagen, sich gegenseitig jagen, übereinander stolpern und sich meistens nicht zu Ende denken lassen, ist es heute mal ganz anders. Entweder sind die Gedanken gar nicht vorhanden oder aber so langsam, dass sie sich nicht zu Ende denken lassen bzw. sich meistens im Nichts verlieren.
Hoffentlich bleibt das noch eine Weile so. Mir graut ja schon ein bisschen vor dem Augenblick, in dem das Gedankenkarussel wieder anfängt sich mit voller Geschwindigkeit zu drehen ...

Freitag, 11. August 2006

Stimmungsschwankungen

Irgendwie verlaufen die letzten paar Tage schon ein wenig merkwürdig. Schule läuft bisher erstaunlich gut. Nette Lehrer, akzeptable Kurse und so ziemlich überall mindestens zwei, drei Menschen, mit denen man sich im Notfall die Zeit vertreiben kann. Was weniger schön ist, ist der Unterrichtsstoff, der da auf mich zu kommt. Wie befürchtet könnte es gerade in Mathe, Chemie und Bio besonders haarig werden, da ich das letzte Jahr über entweder nur wenig aufgepasst oder nur wenig verstanden habe. Oder eine Mischung aus beidem. Und auch hausaufgaben- und klausurenmäßig scheint da tatsächlich einiges auf mich zuzukommen. Aber gut, selbst schuld. Warum wähle ich mir auch gleich acht Klausurfächer?
All das führt dazu, dass ich mal fröhlich, mal ruhig und gelassen, mal panisch und zukunftsängstlich meinen Schulalltag erlebe.
Zeitweise frage ich mich tatsächlich ob und wie ich nebenher noch meinen wenigen zusätzlichen Verpflichtungen nachkommen soll (Chor mit daran gekoppeltes Vokal Praktikum, Gitarrenunterricht und Fahrschule), ohne meine geliebte Frei- und Gammelzeit total aufzugeben.

Und auch außerhalb der Schule kommt es mir vor, als wäre einiges im Umbruch. Manche Menschen treten mehr in mein Leben, dafür rücken andere immer mehr in den Hintergrund, manche die vor einer Weile noch wichtig waren sind sogar fast gänzlich verschwunden.

Vielleicht ist es das Zusammenspiel von all diesen (und vermutlich noch einigen mehr) Aspekten, die momentan zu ziemlich fiesen Stimmungsschwankungen führen. Während in einem Augenblick noch alles super scheint, es einfach keinen Grund schlecht drauf zu sein, kann es in letzter Zeit passieren, dass fünf Minuten später, ohne ersichtlichen Grund, sich plötzlich riesige Probleme vor mir auftürmen, mich schier erdrücken. Dann würde ich am liebsten alles hinschmeißen, mich in eine Ecke verziehen und so lange heulen, bis da keine Tränen mehr in mir sind.
Aber meistens vergeht das Problem recht schnell, sobald man sich einmal irgendwo drüber ausgekotzt hat und sich anschließend möglichst schnell ablenkt.

Donnerstag, 10. August 2006

...

Öffentliche Verkehrsmittel sind doch gar nicht so übel, wie ich mir immer selbst weiß machen wollte. Ok, hier in Herford sind die Anbindungen nicht sooo toll, aber wenn man drüben in Bielefeld ist, dann geht das schon. Ich glaube Herford braucht auch so eine tolle Straßenbahn.
Heute morgen dann aus dem Haus um kurz nach 7 aus dem Haus gelaufen, anstatt den Bus zu nehmen zu Fuß zum Bahnhof gestiefelt, erstaunlich viele bekannte Menschen dort getroffen (was ein Wunder, wenn die halbe Stufe nach Bielefeld muss), Bahnticket gezogen, Anna aufgegabelt und dann mit der Eurobahn nach Bielefeld. Zwischenzeitlich schadenfroh gegrinst, als einer meiner geliebten Stufenkameraden beim schwarz fahren erwischt wurde, vom Bahnhof dann zur Straßenbahnstation gehetzt, zur Uni, dort drauf gewartet, dass auch die letzen Pappnasen (fast 10 Minuten zu spät -.-) eintreffen, eine Weile die Uni-Bibliothek unsicher gemacht und gegen halb 12 wieder zurück zum Bahnhof, in Herford dann in den Bus und das erste mal an diesem Tag einfach seliges Nichtstun genossen, einfach nur stumpf aus dem Fenster geschaut und die Gedanken mit Kettcar auf den Ohren Karussel fahren lassen, bis ihnen schlecht wurde. Und eigentlich ist das traurig, weil es im Moment doch gar nicht viel gibt, worüber man sich Gedanken machen müsste. Aber vielleicht liegt es ja auch genau daran, dass sie sich ständig im Kreis drehen. Gibt einfach nicht viel, worüber man nachdenken kann/muss/brauch und darum lassen sich die Gedanken von Gedankengängen, die man nicht denken will, nicht so leicht abhalten.

Samstag, 5. August 2006

Verkorkster Tag

Angekommen am Punkt, an dem die Füße nicht mehr tragen,
angekommen am Punkt, an dem kein Weitergehen sich lohnt,
angekommen am Punkt, an dem alles was du je gesäht,
angesichts der Größe in Vergessenheit gerät.


Genau das bringt meine momentanen Gefühle auf den Punkt. Heute scheint mal wieder einer dieser Tage zu sein, an denen alles in einem Einheitsgrau verschwimmt, nichts aber auch gar nichts Sinn machen will und jede Handlung mehr Anstrengung zu fordern scheint, als sie es im Endeffekt wert wäre.
Viel zu spät aufgestanden, viel zu viel und viel zu viele der kleinen, alltäglichen Katastrophen erlebt, die einem das Gefühl geben, dass man sich am besten wieder ins Bett legt, die Decke über den Kopf zieht und betet, dass der Tag möglichst schnell vorbeigeht.
Es fing damit an, dass eine Freundin mit einem Problem zu mir kam, für das sie augenscheinlich gar keine Lösung von mir erwartete, sondern das sie einfach nur los werden wollte. Trotzdem macht es mich fertig, dass es mir einfach nicht gelingt das richtige zu sagen oder zu tun, damit es ihr zumindest ansatzweise besser geht.
Die verschimmelte Lieblingsmarmalade, die noch halb brennende Zigarette mit der ich versehentlich durchs Haus lief und die Absage für heute abend sind da eher nebensächlich, aber tragen nicht unbedingt zur Besserung meiner Laune bei.

Donnerstag, 3. August 2006

Schade

Jetzt ist die Friede-Freude-Eierkuchen doch tatsächlich seit einer Weile wieder verflogen. Irgendwann eben doch wieder angefangen nachzugrübeln, ein paar Gespräche geführt, die mal wieder wütend machen, zuviele Gedanken im Kopf, die zu nichts führen und da immer noch nicht so recht hineinpassen, ein paar Lieder gehört und sich blöderweise an den Menschen erinnern lassen, von dem sie kamen. Damals. Mittlerweile habe ich wirklich das Gefühl, dass das vor einer halben Ewigkeit war. Es sind einfach andere Gedanken und Gefühle da, die alles andere weniger wichtig erscheinen lassen und den Rest irgendwie überlagern.
Außerdem wird mir immer mehr bewusst, dass die Ferien in einer Woche schon wieder um sind und es langsam Zeit wird sich der bösen, grausamen Welt zu stellen. Wieder zur Schule gehen, langsam mal die Sache mit der Fahrschule in Angriff nehmen, überhaupt mein freiwilliges Exil wieder aufzugeben. Obwohl Exil ja auch falsch wäre. Eigentlich habe ich mich die letzten Tage wirklich verdammt viel unter Menschen begeben. Aber dann eben immer freiwillig und nur unter Menschen, unter die ich mich auch begeben wollte.
Ich fürchte die nächsten Wochen wird einfach einiges auf mich zukommen und im Moment verspüre ich nicht die allerkleinste Lust mich den Dingen die da kommen mögen zu stellen. Zumindest den meisten nicht.

HG

Dreh dich um,
dreh dich um.
Vergiß deine Schuld, dein Vakuum.
Wende den Wind, bis er dich bringt
weit zum Meer.
Du weißt, wohin.

...

Der Trend geht zum Zweit­blog.

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